Donnerstag, 22. Januar 2015

Nasi hainan - In Hühnerbrühe gekochter Reis mit Hühnchen



Gerne helfe ich meiner Schwiegermutter in spe beim Kochen, weil ich dabei viel lernen kann und sie außerdem so manche spannende und lustige Geschichte dabei erzählt. Heute haben wir extra für den Blog gekocht und dabei sind zwei extrem leckere Gerichte entstanden, von denen ich euch gleich eines vorstellen will.

Als sie nasi hainan vorschlug, war ich gespannt, da ich das noch nicht kannte, aber auch etwas skeptisch, weil sich das Gericht sehr einfach anhörte und ich zudem nicht der allergrößte Freund von Reis bin, der hier eine der Hauptzutaten ist, was man bereits am Namen (Nasi bedeutet Reis) ablesen kann. Auch wenn ein ordentlicher Reis aus dem Asialaden, der zudem in einem Reiskocher zubereitet wird, schon etwas anderes ist als der muffige Langkornreis, den es in meiner Kindheit gab, sind mir Nudeln, Couscous oder ähnliches meist lieber. Doch das Gericht hat mich dermaßen überrascht, dass ich es hier mit Freuden vorstellen will. Es ist im Prinzip ein sehr einfaches Rezept, aber jedem, der es zubereitet, wird es wohl genauso gehen wie mir. Versprochen!

Reisfelder auf Bali
Aus dem englischen Wikipedia kann man erfahren, dass nasi hainan ursprünglich aus dem Süden Chinas kommt und von Auswanderern nach Malaysia, Singapore, Vietnam, Thailand und eben auch Indonesien kam. Die hier vorgestellte Variante kommt der Beschreibung der malaiischen recht nahe. Es wird eine Hühnerbrühe aus einem ganzen Huhn zubereitet und der Reis in dieser halb gar gekocht; danach wird das Fleisch vom Knochen gelöst und nochmal kurz mit Knoblauch und Ingwer  vorsichtig gebraten, es wird aber nicht trocken, da es nochmal mit dem Reis gedämpft wird. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, die Brühe nur aus der Karkasse zu kochen, die Brüste und Schenkel vor dem Kochen auszulösen, in große Würfel zu schneiden und dann richtig zu braten; die Haut kann man separat im Ofen knusprig backen, um noch einen Crunch-Effekt zu haben. Ich stelle euch jetzt aber das Rezept so vor, wie es im indonesischen Kochbuch angegeben war; hier wird die Brühe auch ohne Gemüse gekocht, aber wenn man will, kann man natürlich auch etwas Suppengemüse hinzugeben.


Nasi hainan
4-5 Personen
  • 1 Hähnchen
  • 300g Reis
  • 3 EL Ketjap asin
  • Sesamöl aus geröstetem Sesam
  • 3 cm Ingwer
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Salz und Pfeffer
  • evtl. Suppengemüse
  • Gemüse wie bspw. Zucchini oder Auberginen mit Tomaten und/oder Sambal (Oelek)
Das Hähnchen zerteilen und die Stücke in ungefähr 1l Wasser für 20 Minuten kochen -ob man dabei die Haut entfernt oder nicht, sei jedem selbst überlassen; wenn man nichts gegen etwas Fett hat, das den Reis natürlich schon geschmackvoller macht, lässt man sie dran, wenn man es vermeiden will, entfernt man sie vor dem Kochen und kann sie beispielsweise im Ofen zu Chips ausbacken. Danach das Fleisch aus der Brühe nehmen, vom Knochen lösen und in gefällige Stücke schneiden.

Den Reis in die Brühe geben und diese mit 1 EL Ketjap asin, Pfeffer, etwas Salz und einem Spritzer Sesamöl würzen. Die Brühe aufkochen und leicht brodeln lassen, bis die Flüssigkeit aufgenommen ist, dann vom Herd nehmen. Der Reis sollte nun noch nicht gar sein, denn er wird noch gedämpft.

Den Ingwer und Knoblauch im Mörser zerdrücken und die Paste bei mittlerer Hitze anbraten. Das gewürfelte Hähnchenfleisch zugeben und kurz mitbraten, sodass es den Geschmack annehmen kann. Dann mit Pfeffer, Salz und 2 EL Ketjap asin würzen. Das Fleisch in 4-5 hitzebeständige Schüsseln aufteilen. Darüber dann den entsprechenden Teil an Reis geben.


Die Schüsseln in einen Dämpfaufsatz für den Wok oder den Dampfgarer geben und für eine halbe Stunde dämpfen.

Währenddessen kann man etwas Gemüse zubereiten, beispielsweise Zucchini oder Auberginen mit Tomaten und/oder Sambal (Oelek), ich könnte mir auch mit Sesamöl aromatisierten und gebratenen Spinat gut vorstellen. Traditionell isst man eine leichte Brühe und frische Gurken dazu.

Die Schüsseln mit Hilfe eines Topflappens auf einen flachen Teller stürzen und mit Gemüse servieren.

Selamat makan!



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