Sonntag, 29. März 2015

Grünes Thai-Curry mit Garnelen und Naan - Seelenwärmer im April


Ich liebe Currys, auch weil sie in Tagen wie diesen wahre Seelenwärmer sind. Ich brate immer erst alle Zutaten wie Fleisch und Gemüse einzeln an, lagere sie zwischen, dann wird die Paste kurz angebraten und eine Mischung aus Brühe und Kokosmilch angegossen, um zuletzt die Einlage wieder je nach Garzeit darin ziehen zu lassen. Wenn alles die gewünschte Garstufe erreicht hat, wird mit Säure, Zucker, Austernsauce und Salz abgeschmeckt.

Heute gab es also ein grünes Curry und bei diesem muss man aufpassen, dass beim Anbraten nicht zu viele Röststoffe fabriziert werden, weil die feine grüne Farbe sonst einem hässlichen Braun weicht. Auch bei den Gemüsesorten habe ich wie auch beim Smoothie darauf geachtet, nur grünes und weißes Gemüse zu benutzen, was in der Jahreszeit echt schwierig ist. Deshalb war es leider auch nur bedingt möglich, regional und saisonal zu arbeiten, aber ein Curry mit Knollensellerie und Petersilienwurzel passt für mich einfach nicht, einzig Topinambur hätte ich mir vorstellen können, aber das hatte mein Gemüsehändler nicht im Angebot am Donnerstag.

Ich hatte schon lange Lust auf Naan und heute war der Zeitpunkt gekommen, auch wenn ich dadurch mein Vollkornfasten gebrochen habe, aber als Evangelischen sind solche Verstöße für mich ja nicht problematisch. Das Rezept dazu stammt von Chefkoch.de und auch wenn es mit der Dopplung von Hefe und Backpulver vielleicht etwas komisch klingt, schmeckt es hervorragend; ich vermindere nur immer die Zuckermenge und benutze Dinkelmehl. Die Fladen werden dann direkt in der heißen Pfanne ‚gebacken‘.

So sieht das dann 'outdoor' aus
Die Fladen dienen auf meinen Wandertouren in vereinfachter Form auch als 'frische' Komponente neben Beef Jerkey und Studentenfutter. Unten seht ihr, wie wir es über dem Feuer an den Ufern des Baikalsees zubereitet haben. Wer sich für Wandertouren in wilden Gegenden interessiert, dem sei mein Bericht zu genau dieser Tour empfohlen :)


Grünes Thai-Curry mit Garnelen und Naan
3 Personen
  • 250g Dinkelmehl Typ 630
  • 75ml lauwarme Milch
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Trockenhefe
  • 1 Prise Backpulver
  • 75ml Joghurt
  • 1 kleines Ei
  • 1 TL Salz
  • 1 EL neutrales Öl
  • 400g Garnelen
  • 50g Cashewkerne
  • 3 Thai-Auberginen
  • 3 Stangen Staudensellerie
  • 2 grüne Paprika
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 1 Schalotte
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 2 EL grüne Currypaste
  • 400ml Kokosmilch
  • 200ml Brühe
  • 1 Limette
  • Austernsauce
  • Salz und Zucker
Für das Naanbrot die Milch erwärmen und mit Zucker und Hefe versetzen. Nach 10min die restlichen Zutaten hinzufügen und durch 10 minütiges Kneten zu einem glatten Teig verarbeiten. Ungefähr ein Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Währenddessen die Cashewkerne im Ofen bei 180 Grad 10 Minuten rösten. Danach die grünen Paprika ganz in den Ofen geben und ca. eine halbe Stunde backen bis die Haut Blasen wirft und nach dem Abkühlen dann leicht abzuziehen ist. Die Garnelen aus den Schalen befreien. Die Schalen mit einer Schalotte und etwas Knoblauch bei mittlerer Hitze anbraten und mit der Brühe ablöschen. 15 Minuten köcheln lassen und durch ein Sieb gießen.

Den Naan-Teig in vier gleichgroße Kugeln teilen und diese unter der Verwendung von Mehl dünn ausrollen. Bei hoher Hitze in einer Pfanne von beiden Seiten 'backen', wobei darauf zu achten ist, dass man die Blasen aufsticht, die der Teig wirft,da der Fladen sonst nach dem Wenden auf wenigen Punkten aufliegt und an diesen schwarz wird, während er an anderen Stellen teigig bleibt. Die Fladen gegebenenfalls warmstellen.


Das Gemüse in gefällige Stücke schneiden und nach Garzeiten sortieren, eventuell etwas Frühlingszwiebelgrün zum Garnieren zurückhalten. Dabei brauchen die Thai-Auberginen am längsten, der Staudensellerie kommt danach und zuletzt folgen die Frühlingszwiebeln und die Paprika. Nacheinander die Garnelen und den Staudensellerie ganz kurz anbraten und wieder aus dem Wok nehmen; dann die Thai-Auberginen mit der Schalotte und den Knoblauch anbraten, die weißen Teile der Frühlingszwiebel und die Currypaste zugeben und nach kurzem rösten mit der Brühe und der Kokosnussmilch ablöschen und köcheln lassen. Nach ungefähr 3 Minuten den Staudensellerie hinzugeben und nach weiteren 2 Minuten die Garnelen, die Paprika, die Cashewkerne und das Frühlingszwiebelgrün zum Warmziehen hinzugeben. Mit dem Saft einer halben Limette, Limettenabrieb, einer Prise Zucker, Salz und Austernsauce abschmecken und mit dem Naan servieren.

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