Freitag, 27. März 2015

Hühnersuppe mit italienischem Einschlag - rustikal und doch fein

Die letzten zwei Wochen habe ich ganz in der Tradition von Arthurs Tochter, deren Bericht ich im letzten Jahr mit Spannung verfolgt habe,  Heilfasten zelebriert und folglich auch keine Rezepte veröffentlicht. Nach zwei Aufbautagen kann ich jetzt langsam wieder feste Nahrung zu mir nehmen und ich habe mir für die nächste Woche einiges vorgenommen. Heute beginnt es mit einem simplen und leichten Rezept, was ich aus einem Kochbuch von Cornelia Poletto übernommen habe, zumindest die Idee, auch wenn ich schon länger nicht mehr reingeschaut habe, so auch heute nicht.

Letztendlich ist es eine Hühnerbrühe mit Suppengemüse, weißen Bohnen und Nudeln und damit wirklich kein Hexenwerk, aber die simplen Gerichte sind manchmal doch die besten. Ich habe dazu einen Landgockel von den Brüsten, Pfaffenstücken, Flügeln und Keulen befreit und diese bis auf eine Brust für Dienstag eingefroren, wo es ein Potpourri an indonesischen Gerichten geben wird. Aus der Karkasse wurde dann mit etwas Suppengemüse eine Brühe gekocht. Ich schwitze auch für meine Hühnerbrühe das Gemüse mit ganz wenig Tomatenmark an und gebe außer dem Huhn noch Lorbeer, Thymian, Nelken und Wacholderbeeren hinzu; außerdem dürfen meist noch ein paar getrocknete Pilze dazuwandern. Nach ungefähr einer Stunde Kochzeit entferne ich das Huhn und passiere die Brühe. In dieser wurden dann heute wiederum die eine Brust, Gemüsewürfel und Risoni-Nudeln gekocht, die damit alle nicht übergart waren; dazu kamen gestern eingelegte und dann vorgekochte weiße Bohnen, Tomaten-Concasée und das wenige Fleisch, was ich mittlerweile von der Karkasse gezupft hatte und natürlich auch nicht wegwerfen will. Der Geschmack war einfach unglaublich und das lag nicht nur daran, dass ich in letzter Zeit so wenig gegessen habe, sondern auch an der guten Brühen-Basis vom Landgockel, den ich auf dem wunderbaren Bauernmarkt in Pforzheim gekauft habe- dieser Bauernmarkt ist in Pforzheim auch das einzig Gute! Ach Tübingen, wie ich dich vermisse , aber bald sehen wir uns wieder und bis dahin halte ich meine Laune mit diesem Soulfood hoch...

Rustikale Hühnersuppe
3 Personen
  •    2 Liter Hühnerbrühe
  •    1 Hühnerbrust
  •    1 Karotte
  •    1 kleine Petersilienwurzel
  •    1/4 Knollensellerie
  •    1/2 Stange Lauch
  •    5 Tomaten
  •    150g Risoni / Suppennudeln
  •    50 g getrocknete Bohnen
  •    Thymian
  •    Lorbeerblatt
  •    Pfeffer
  •    Salz
  •    Geräuchertes Paprikapulver
Die am Vortag eingeweichten weißen Bohnen mit einem Lorbeerblatt und Thymian bissfest kochen, was ungefähr 1 Stunde dauert. Die Hühnerbrühe zum Kochen bringen. Währenddessen das Wurzelgemüse (Karotte, Petersilienwurzel und Sellerie) in Würfelchen mit ungefähr 7mm Kantenlänge, den Lauch in dünne Ringe schneiden. Die Tomaten enthäuten und entkernen - dazu die Haut unten und oben kreuzförmig einritzen, für 5 Sekunden in die kochende Hühnebrühe geben und danach die Haut einfach abziehen und das Kerngehäuse herausschneiden - und die Tomatenfilets in kleine Würfelchen hacken. Auch die Hühnerbrust in Würfel teilen, allerdings mit ungefähr 3cm Kantenlänge. Das Fleisch, die Risoni und das Wurzelgemüse in die kochende Hühnebrühe geben und die Hitze deutlich auf ungefähr 1/3 der Leistung reduzieren. Nach 5 Minuten die Lauchringe und die Bohnen hinzufügen. Nach weiteren 5 Minuten müsste alles gar gezogen sein und kann nun mit Salz, Pfeffer und einer Messerspitze geräuchertem Paprikapulver abgeschmeckt werden.




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