Freitag, 22. Mai 2015

Tempe dan tahu kare – veganes balinesisches Curry


Heute gibt es ein einfaches balinesisches Curry, das ich aus dem letzten Urlaub mitgebracht habe. In diesem Gericht befindet sich normalerweise kein Fleisch, aber auch absolut kein frisches Gemüse, sondern nur Tofu und Tempeh, obwohl ich heute ein paar Bohnen zugegeben habe, die ich im Rezept aber nicht angebe - ihr könnt natürlich jedes Gemüse zugeben, welches ich dann separat garen würde, oder es auch tatsächlich ganz weglassen.

Tempeh ist ein typisch indonesisches Produkt aus gekochten Sojabohnen, die mit Schimmelpilzen geimpft werden und dann fermentieren (Quelle: Wikipedia).  Es hat deutlich mehr Charakter als Tofu - wobei ich finde, dass guter Tofu auch lecker, wenn auch dezenter ist - und schmeckt leicht nussig. Knusprig gebraten oder geschmort ist er für mich eine Zutat, die mich absolut kein Fleisch vermissen lässt, wobei viele Zutaten sowieso besser schmecken, wenn man sie nicht als Ersatz für Fleisch versteht, sondern als Produkt, das -entsprechend gewürdigt- neue Möglichkeiten bietet. Mit diesem Gedanken bin ich voll und ganz auf der Linie der Initiative 'Tierfreitag' von Katharina Seiser. Auf der Homepage werden vegane Rezepte gesammelt und hiermit will ich zu diesem Projekt beitragen. Das mit den Jahren zunehmende Nachdenken über das Tierwohl, an dem ich euch auch immer mal wieder teilhaben lasse, kann für einen verantwortungsvollen Menschen meiner Meinung nach nur zum seltenen und bewussten Genuss von tierischen Lebensmitteln führen, wobei es mir persönlich vor allem um Fleisch geht, während ich bei tierischen Produkte wie Milch und Honig aus verantwortungsvoller Haltung weniger skeptisch bin. Allerdings braucht es diese natürlich nicht immer wie bei diesem Rezept.

tierfreitag

Oft habe ich schon Rezepte gelesen, in denen Tempeh mariniert wird. Das wird hier nicht gemacht, aber er nimmt beim Schmoren den Geschmack der Bumbu Bali an, ohne dass der Eigengeschmack ganz überdeckt wird. Tempeh zu schmoren ist neben dem Frittieren die häufigste Garmethode; so kann er beispielsweise auch bei Rendang das Fleisch ersetzen. Die Bumbu Bali, die hier als ‚Currypaste‘ verwendet wird, ist eine typisch indonesische Würzpaste, in der Fleisch mariniert werden kann oder die man als Grundlage für Schmorgerichte verwendet.


Tempe dan tahu – Kare
2 Personen

Bumbu Bali
  • 1 Chili
  • 1 Zehen Knoblauch
  • 3 Schalotten
  • 1 Kemiri-Nüsse
  • 1 Prise Muskatnuss
  • 1 cm Ingwer
  • 1 cm Kurkumawurzel (ich: 1 TL Kurkumapulver)
  • 1 cm Galgant
  • 1 EL Tamarindenwasser
  • 1 EL Palmzucker (ich: brauner Zucker)
  • 1 EL neutrales Öl
  • 1 Stängel Zitronengras
  • 1 Lorbeerblätter
  • 50 ml Wasser
Kemiri anrösten und zusammen mit den anderen 10 Zutaten des ersten Absatzes im Blender oder dem Mörser zu einer Paste zerkleinern. Die Paste mit 100 ml Wasser vermischen, angedrücktes Zitronengras sowie Lorbeerblätter hinzufügen und in einer Pfanne ungefähr 10 Minuten köcheln lassen bis das Wasser verdampft ist und ein aromatischer Duft der Pfanne entsteigt.

Kare
  • Bumbu Bali
  • 200g Tofu
  • 200g Tempeh
  • 1 Prise Kreuzkümmel
  • 1 Prise Koriander
  • 300g Gemüsebrühe
  • 200 ml Kokosmilch
  • Saft einer halben Limette
  • Salze, Pfeffer und Zucker
Tofu und Tempeh in gefälligen Stücke schneiden. Bumbu Bali, Koriander und Kreuzkümmel in die Pfanne geben 1-2 Minuten rösten. Gemüsebrühe und Kokosmilch hinzugeben und zum Kochen bringen. Tempeh und Tofu hinzugeben und mindestens 60 Minuten simmern lassen. Zum Ende der Kochzeit mit Salz, Pfeffer, Zucker und Limettensaft abschmecken und mit Reis servieren.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen