Mittwoch, 10. Juni 2015

Nasi goreng - indonesischer gebratener Reis


Nasi und Bami goreng sind die indonesischen Gerichte, die man auch hierzulande aus den zahlreichen Asia-Imbissen schon lange kennt. Auch meine Schwiegermutter hat mir erst neulich erzählt, dass sie nach dem Auswandern eines Tages Nasi goreng auf der Speisekarte eines deutschen Imbisses gesehen hat, es voller Vorfreude bestellt hat und dann sehr enttäuscht wurde. Eigentlich ist Nasi goreng natürlich chinesischen Ursprungs, aber dass diese Küchen natürlich nicht zu trennen sind, habe ich ja erst kürzlich beschrieben.

Micha von Grain de sel hat erst vor kurzem Nasi goreng als eines ihrer Lieblingsrezepte vorgestellt. Ihr Rezept ist sehr nah an meinem, besonders dass sie süße Sojasauce – Ketjap manis – verwendet, kann ich nur begrüßen. Wenn diese schon verwendet wird, plädiere ich auch für das obligatorische Spiegelei, weil diese zwei Zutaten perfekt harmonieren - ich kann euch nur empfehlen, die süße Sojasauce mal zu mit Ei gebratenen Maultaschen zu probieren, auch wenn die meisten Schwaben bestimmt die Nase rümpfen werden.

Da es unter der Woche im Hause Schnitzel meist vegetarisch zugeht, gab es heute kein Fleisch oder Meeresfrüchte, sondern es wurden ein paar Austernpilze gebraten. Wer nicht auf Fleisch verzichten will oder noch Reste zu verwerten hat – denn tatsächlich ist es ein Rum-fort-Gericht, weshalb auch abgekühlter Reis enthalten ist, der immer irgendwie über ist-, dem sei Hähnchen, Rind oder Garnelen empfohlen, egal ob alles zusammen oder nur eine Sorte; doch tatsächlich bedarf es bei diesem Rezept keines Fleisches.

Ich habe bei den Zutaten Bumbu Bali angegeben, aber das ist absolut kein Muss und kann ersatzlos gestrichen werden oder durch Sambal tomat ersetzt werden; jedoch ist es vielleicht einmal die Gelegenheit, diese köstliche Paste zuzubereiten und dann am Wochenende eines der aufwendigeren Rezepte meines Blogs am Wochenende zuzubereiten; die Bumbu hält sich im Kühlschrank auf jeden Fall für 1-2 Wochen. Ich gebe euch einfach mal zwei Links an oder empfehle euch, einfach Chicken-Wings oder anderes Fleisch damit zu marinieren und zu grillen ;)


Nasi Goreng
3 Personen
  • 300g gekochter und abgekühlter Reis
  • 2 Schalotten
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 1 große rote Chili
  • 50g Chinakohl / Pak Choi / Spitzkohl / Wirsing
  • 150g Austernpilze
  • 1 Karotte
  • 2 Eier
Sauce
  • 1 EL Bumbu Bali oder Sambal tomat
  • 2 EL Ketjap manis (süße Sojasauce)
  • 1 1/2 EL Ketjap asin (helle Sojasauce)
  • 1 TL Sesamöl
Sonstiges
  • Limetten
  • Sambal tomat
  • Öl und Pfeffer
Schalotten hacken, Knoblauch und Chili in Scheiben und das Weiße der Frühlingswiebeln in Ringe schneiden, das Grüne hacken. Dem Kohl in Streifen und die Karotte in Stifte schneiden, die Pilze  in gefällige Stücke reißen.

Spiegeleier braten, beiseitestellen und dann die Hitze deutlich erhöhen. Das Gemüse bis auf das Frühlingszwiebelgrün mit 2 EL Öl hinzugeben und 1 min pfannenrühren. Bumbu Bali kurz mitbraten, dann den Reis und die restlichen Saucenzutaten hinzugeben, den Wok oder die Pfanne vom Herd nehmen, durchmischen und mit der Resthitze noch etwas braten, während mit Pfeffer abgeschmeckt wird.

Mit dem Spiegelei, Frühlingszwiebelgrün, Limettenvierteln zum Säuern und Sambal tomat servieren.

Weitere bekannte indonesische Gerichte:

      



Kommentare:

  1. Dein Bambu Bali hört sich nach dem Tüpfelchen auf dem i an. Und auch dein verlinktes Bali-Curry liest sich super. Die Nuss darin, liese die sich durch eine andere ersetzen?

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    1. Hallo Micha, meistens wird angegeben, dass man sie durch Macadamia ersetzen kann, aber ich kann mir auch Cashew vorstellen.

      Wenn du doch einmal die Gelegenheit haben solltest, Kemiri zu kaufen - vielleicht kommst du ja mal in Holland oder England vorbei - zögere nicht und decke dich auch gleich mit Daun salam, dem indonesischen Lorbeer, ein, denn diese zwei Zutaten bereichern viele indonesische-chinesische und malaiische Gerichte.

      Gruß Chris

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