Donnerstag, 19. November 2015

Linsen-Kürbis-Eintopf - Ein Soulfood par excellence


Nussige Linsen, süßer Kürbis, cremige Kokosmilch, säuerlich-frischer Zitronenjoghurt und wohlige orientalische Aromen. Ein Soulfood par excellence und dazu noch fast vegan, wenn man den Joghurt durch Zitronen- oder Orangensaft ersetzt, um das Aromenspiel nicht der säuerlichen Komponente zu berauben.

Ich mag den Begriff Soulfood sehr, weil er so herrlich undefiniert ist und sich damit dem direkten Zugriff entzieht, aber trotzdem weiß jeder, was damit gemeint ist, auch wenn es für den Einzelnen wohl etwas verschieden umrissen ist. Unter die Kategorie fallen für mich auf jeden Fall Eintöpfe, (asiatische) Suppen auf Basis von Brühe, alles mit Tomatensauce, Schmorgerichte und auch die meiste andere klassische Hausmannskost. Ich liebe diese Soulfood-Kitchen und es ist mein (gar nicht so) heimlicher Traum, sie wie im hervorragenden gleichnamigen Film selbst in einem kleinen Laden anzubieten. Na ja, wenn ich mal vierzig bin, das Kochen noch weiter professionalisiert habe, meine Freundin genug Geld verdient hat und ich das Lehrer-Leben satt habe, wird der Traum vielleicht noch wahr und bis dahin gibt es diese Küche eben auf dem Blog.

Nun also zum Gericht. Das Rezept stammt vom englischsprachigen Blog nourishatelier, auf den ich durch Pinterest oder Flickr aufmerksam wurde, als ich auf der Suche nach fotografischer Inspiration war. Gelernt habe ich in der Hinsicht nichts, wie man mal wieder sieht, aber das Rezept hat mich gleich angelacht und ich bereite es nun schon zum dritten Mal zu, wobei gleich nach dem ersten Versuch klar war, dass das eines Tages verbloggt werden muss, weil das Gericht dermaßen lecker ist. Ich habe das Rezept etwas verändert, weil es einfach keine regionale Paprika mehr zu erwerben gibt und statt den vorgeschlagenen Gewürzen musste ich auf Ras el-hanout zurückgreifen, weil ich seit meinem Umzug noch nicht alle Gewürze habe, die ich eigentlich bräuchte. Des Weiteren habe ich den Kürbis im Ofen geröstet und Petersilie statt Koriander verwendet.

Auch wenn es sich hier mehr um einen Eintopf als eine Suppe handelt, entspricht er doch aufgrund seiner Soulfood-Seelenwärmer-Qualität hoffentlich den Kriterien des Blog-Events von NOM NOMS treats of life und Friesi kocht und backt.

Linsen-Kürbis-Eintopf:

3 Personen
  • 200g Linsen
  • 2 Lorbeerblätter
  • ½ kleiner Hokkaido-Kürbis
  • 3 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Karotte
  • 2 Stängel englischer Sellerie
  • 2 Peperoni oder 1 TL Sambal tomat
  • 2 TL Ras el-hanout
  • 1 TL Paprikapulver
  • ½ TL Kurkuma
  • 1 EL Sojasauce
  • 300g gehackte Tomaten
  • 200g Kokosnussmilch
  • 1 Zitrone
  • 1 EL Tahina
  • Salz, Pfeffer, Zucker und Olivenöl
  • 150g Joghurt
  • Schale der Zitrone
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Bund Petersilie, gehackt
Linsen mit den Lorbeerblättern bissfest kochen. Den Kürbis waschen, entkernen und die Hälfte in größere Stücke schneiden. Diese mit Olivenöl, einem halben TL Ras el-hanout, einer Prise Zucker, Salz und Pfeffer marinieren und im 180° heißen Ofen ca. 30 min rösten, bis er weich ist.

Joghurt mit Zitronenschale, Salz und Pfeffer abschmecken.

Schalotten, Knoblauch, Karotte, Sellerie und Peperoni in kleine Würfel schneiden und in Olivenöl dünsten. Gewürze mischen kurz anrösten und mit der Sojasauce ablöschen. Gehackte Tomaten, Kokosmilch, Saft einer halben Zitrone und Tahina zugeben und ein paar Minuten kochen. Linsen und Kürbisstücke zugeben und weiterköcheln, bis der Kürbis und die Linsen wieder warm sind. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem Joghurt und gehackter Petersilie servieren.

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